Wie Sie in 5 Schritten smart die beste Altersvorsorge finden?

beste Altersvorsorge
Wie Sie die beste Altersvorsorge in 5 Schritten finden

Verlassen Sie sich nur auf Ihre gesetzliche Altervorsorge, gehen Sie ein beinahe tödliches Finanzrisiko ein.

Schon seit langem pfeifen es die Spatzen von den Dächern:

Die gesetzliche Rente reicht bei weitem nicht mehr aus, um auch im Alter Ihren gewohnten Lebensstandard zu halten.

Sorgen Sie beizeiten für Ihr Alter vor, damit Sie weder auf Ihre Kinder, noch auf das Sozialamt angewiesen sind oder Pfandflaschen sammeln müssen.

Von mir erfahren Sie,

  • welche Altersvorsorge es in Deutschland gibt.
  • warum eine private Altersvorsorge sinnvoll ist.
  • wie Sie in 5 Schritten für sich die beste Altersvorsorge finden.

Demografischer Wandel – wie er Ihre gesetzliche Altersversorgung gnadenlos killt

Der demografische Wandel ist der schleichende Tod Ihrer gesetzlichen Altersversorgung. Das Niveau der gesetzlichen Altersvorsorge sinkt allmählich in den Keller.

Warum ist das so?

Zum einen wird die Rente umlagefinanziert, d. h. aus den Einzahlungen der Aktiven gestemmt.

Zum anderen finanzieren immer weniger Aktive immer mehr Rentner. In den nächsten Jahren gehen mehr und mehr Leute in den Ruhestand. Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge zahlen weniger Aktive  in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Gehen Sie von einem aus:

Sie brauchen im Alter für Ihren gewohnten Lebensstandard auf jeden Fall bis zu 70 % Ihres letzten Einkommens.

Macht die gesetzliche Rente derzeit die Hälfte des letzten Einkommens aus, so sind es 2035 voraussichtlich nur noch schlappe 40 %.

Zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben.

Da tut sich eine gewaltige Einkommenslücke auf.

Liegt Ihr Alterseinkommen unter 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung, sind Sie akut armutsgefährdet.

Selbst als Durchschnittsverdiener haben Sie schon das Risiko, dass Ihre Rente nicht reichen wird.

Werden Sie rechtzeitig aktiv!

 

Welche Altersvorsorge gibt es in Deutschland überhaupt?

In Deutschland gibt es 3 Säulen der Altersvorsorge.

  • Säule 1:

Basisvorsorge in Form der gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständischen Versorgungswerke.

  • Säule 2:

Staatlich geförderte private Vorsorge durch betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente und Rürup-Rente

  • Säule 3:

Private Vorsorge ohne staatlichen Rückenwind mit privaten Lebens- oder Rentenversicherungen sowie Fondssparplänen.

 

Man unterscheidet in Deutschland bei der Alterssicherung zwischen der kapitalgedeckten Altersvorsorge und dem Umlageverfahren.

 

Beim Kapitaldeckungsverfahren wird für jeden Sparer ein Kapitalstock gebildet.

Er wird  am Kapitalmarkt angelegt  und aus dem kommt später seine Rente.

Jeder spart für sich selbst und finanziert keine Luschen mit. Dadurch gibt es mehr Rente.

Auf diesem Verfahren bauen die berufsständischen Versorgungswerke, die betriebliche Altersvorsorge, die Riester-Rente oder die privaten Rentenversicherungen auf.

 

Beim Umlageverfahren gibt es nur einen Geldtopf, in dem alle einzahlen und aus dem für alle Renten bezahlt werden.

Hier sparen alle für alle und finanzieren auch die Luschen mit.

Das ist der Fall bei der gesetzlichen Rentenversicherung und auch ein weiterer Grund, warum die gesetzliche Rente immer weniger wird.

 

Private Altersvorsorge sinnvoll?

Fakt ist, dass zwar nahezu alle Berufstätigen eine gesetzliche Altersvorsorge haben. Jedoch haben sie kaum privat vorgesorgt – obwohl die gesetzliche Rente für einen sorgenfreien Lebensabend nicht reichen wird.

Wer sich im Alter nicht einschränken, auf Sozialleistungen oder das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sein will, sollte

  • langfristig ansparen und möglichst früh damit beginnen.
  • bei der Wahl der privaten Altersvorsorge auf die Rendite achten.

Es gibt hierzulande Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge mit staatlichem Rückenwind und ohne staatliche Förderung.

 

 

Zusätzliche Altersvorsorge mit staatlichem Rückenwind

Zu den Altersvorsorgemöglichkeiten mit staatlichen Rückenwind gehören die

  • betriebliche Altersvorsorge (bAV) durch den Arbeitgeber
  • Riester-Rente
  • Rürup-Rente

 

Altersvorsorge durch den Arbeitgeber

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) steht allen Arbeitnehmern offen – Auszubildende, Arbeiter, Angestellte und geschäftsführende Gesellschafter, sofern sie keine selbständigen Unternehmer sind.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge unterscheidet man 5 verschiedene Durchführungswege, wobei nur der Arbeitgeber diese auswählt.

 

1.Direkt- bzw. Pensionszusage:

Hier zahlt nur Ihr Chef ein und Sie erhalten aus dem Unternehmensvermögen eine Betriebsrente. Zudem muss er einen Beitrag zum Pensionssicherungsverein leisten. Zur Risikoabsicherung schließen viele Arbeitgeber eine Rückdeckungsversicherung ab.

 

2.Unterstützungskasse:

Eine Unterstützungskasse ist eine eigenständige Versorgungseinrichtung als GmbH, eingetragener Verein oder Stiftung.

Sie organisiert die betriebliche Altersversorgung für den Arbeitgeber.

Sie zahlt in eine unabhängige Versorgungseinrichtung ein, die dann die Rente auszahlt.

 

3.Direktversicherung:

Hier schließt der Arbeitgeber eine Lebens- oder Rentenversicherung für den Arbeitnehmer ab.

Sie und Ihre Hinterbliebenen sind bezugsberechtigt.

 

4.Pensionskasse:

Pensionskassen sind rechtlich selbstständige Unternehmen als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit oder  Aktiengesellschaft.

In der Regel zahlen Ihr Chef und auch Sie selbst zu je 50 % in die Pensionskasse ein und diese legt die Gelder am Kapitalmarkt an. Ich selber habe einige Jahre im Vermögensmanagement der Pensionskasse der Wacker-Chemie AG gearbeitet und weiß daher wie wichtig die Altersvorsorge ist.

 

5.Pensionsfonds:

Es handelt sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung als Pensionsfondsverein auf Gegenseitigkeit oder Aktiengesellschaft, die Ihnen eine Betriebsrente zahlt. Pensionsfonds dürfen liberaler investieren als Pensionskassen – z.B. mehr als 35 Prozent ihres Vermögens in Aktien anlegen.

Die Beiträge werden vom Arbeitgeber und/oder im Wege der Gehaltsumwandlung durch den Arbeitnehmer bezahlt.

 

Wichtig 1.!
Alle Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung anbieten, die dann je nach Arbeitgeber in eine der 5 Durchführungswege fließt.

 

Was passiert mit der betrieblichen Alterversorgung beim Wechsel des Arbeitgebers?

Die Konsequenzen hängen von dem Durchführungsweg und davon ab, wann Ihre Anwartschaft unverfallbar wird.

Die Unverfallbarkeitsfristen sind im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt.

 

Sind die Anwartschaften verfallbar, bekommt der Arbeitnehmer keine Betriebsrente, wenn er den Betrieb vor einem bestimmten Stichtag verlassen hat.

 

Unverfallbare Anwartschaften bleiben nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses –teilweise– gültig.

 

Grob gesagt, gibt es diese Konsequenzen:

  • Sie können Ihre Anwartschaften mitnehmen, wenn sie ab der ersten Einzahlung unverfallbar geworden sind. Das ist der Fall bei einer Gehaltsumwandlung, bei der Sie die Beiträge selbst zahlen.
  • Anwartschaften aus einer Unterstützungskasse können Sie nicht mitnehmen. Der Vertrag ruht.
  • Zahlt der Arbeitgeber allein oder zusammen mit Ihnen Beiträge zur Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds, wird die Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz unverfallbar, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 5 Jahre bestanden hat und der Arbeitnehmer mindestens 25 Jahre alt ist.

 

Wichtig 2.!
Selbst wenn Ihre Ansprüche unverfallbar geworden sind, muss der neue Arbeitnehmer Ihre bisherige betriebliche Altersversorgung  nicht übernehmen, wenn er einen anderen Durchführungsweg anbietet.

In diesem Fall

  • dürfen Sie diese  selbst fortführen. D.h., der Vertrag wird auf Sie übertragen und als ganz normale private Rentenversicherung fortgesetzt.

  • können Sie bei einer Pensionskasse oder Direktversicherung den Vertrag auch auf das neue Versicherungsunternehmen übertragen lassen, wenn es einem sog. „Übertragungsabkommen“ beigetreten ist.

 

Wichtig 3!
Sie können Ihre bAV nicht kündigen, aber beitragsfrei stellen, wenn Sie nicht mehr einzahlen wollen.

Ihr bisher angespartes Kapital erwirtschaftet weiterhin Erträge. Im Alter erhalten Sie eine Betriebsrente, die dann geringer ausfällt.

Die bAV lohnt sich nur, wenn Ihr Arbeitgebert einen Zuschuss gewährt. Ist das nicht der Fall, sollten Sie sich nach Alternativen umsehen.

VorteileNachteile
Garantierte Mindesthöhe+Dauer der AuszahlungNur Ihr Chef kann den Durchführungsweg wählen
Einmalige Kapitalauszahlung statt monatlicher Rente bei Pensionskassen und Direktversicherungen.

Bei anderen Formen bis zu 30% zu Beginn der Auszahlungsphase
Keine Kündigung
Arbeitgeber kümmert sich um die bAVMitnahme nur, wenn der neue Arbeitgeber den gleichen Durchführungsweg der bAV anbietet.
Sozialabgabenfrei bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der ges.RV
Steuerfrei bei Einzahlungen in Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen innerhalb bestimmten Grenzen
Insolvenzschutz
Hartz-IV-sicher: Das angesparte Kapital bleibt erhalten, falls Hartz IV bezogen werden muss.

 

 

 

Riester-Rente

Zahlen Sie pro Jahr bis zu 4, 4 Prozent Ihres Bruttoeinkommens bzw. höchstens 2.100 Euro in die Riester-Rente ein, können Sie zweifach profitieren:

  • von Zulagen für sich und Ihre Kinder innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen.
  • zusätzlich von Steuervorteilen.

Entweder lassen Sie sich die Riester-Rente lebenslang monatlich auszahlen.

Oder Sie lassen sich 30 Prozent des Gesamtkapitals auf einmal geben. Danach wird die Rente monatlich überwiesen.

Bei den Riester-Verträgen gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung:

Sie sparen während des Berufslebens Steuern und müssen nach Renteneintritt die erhaltenen Leistungen versteuern.

Das lohnt sich für Sie, da Ihr Steuersatz im Rentenalter meist wesentlich niedriger ist als im Arbeitsleben.

 

Zielgruppe der Riester-Rente sind u.a.:

  • Arbeitnehmer
  • Beamte
  • rentenversicherungspflichtige Selbständige
  • über die Künstlersozialkasse versicherte Künstler
  • erwerbslose Ehepartner
  • Auszubildende

 

Der Riester – Rente liegen 6 unterschiedliche Riester-Verträge zugrunde, in die Sie einzahlen können. Diese sind:

 

1.Riester-Rentenversicherung
Sparer wissen damit schon heute genau, wie hoch ihre Rente wird. Sie zahlen monatlich eine bestimmte Rate ein und erhalten ab Renteneintritt eine garantierte Zusatzrente.

Insidertipp 1:
Achten Sie auf die Kosten des Vertrags, damit sie die staatliche Förderung nicht wieder aufzehren.

 

2.Riester-Banksparplan
Wer es flexibler mag und nur noch 10 bis 15 Jahre zur Rente hat, greift zum Riester-Banksparplan. Sie zahlen keine hohen Abschussgebühren und können den Vertrag zudem leichter wechseln. Die monatlichen Sparraten werden variabel verzinst. Bei niedrigen Zinsen wie derzeit bieten Banksparpläne wenig Rendite.

 

3.Riester-Fondssparplan
Wer neben der stattlichen Förderung noch eine gewisse Rendite am Kapitalmarkt erzielen will, ist mit einem Riester-Fondssparplan gut bedient.

Ihre monatlichen Sparbeiträge fließen je nach Risikoneigung ganz oder teilweise in Geldmarkt-, Renten-, Immobilien- und/oder Aktienfonds.

Da Sie mit dem gleichen Einzahlungsbetrag bei Kursschwankungen unterschiedlich viele Fondsanteile erwerben, profitieren Sie auch vom Cost-Averaging-Effekt.

Wichtig:
Höher rentierende Aktienfonds bergen ein Verlustrisiko. Sie eignen sich für alle erfahrenen Anleger.

Insidertipp 2:

Beachten Sie bei der Fondsauswahl folgende eherne Rregel
100 – Lebensjahre = Aktienfondsanteil im Fondsparplan

D.h:

Beginnen Sie erst spät, sollten Sie mehr Geld in sichere Fonds stecken.

Zwar verringern Sie das Kursrisiko, aber begrenzen auch Ihre Renditechancen. Warum das so ist, habe ich in…..Beitrag beschrieben.

Je früher Sie starten, desto größere Beträge können in Aktienfonds fließen.

Insidertipp 3:

Schichten Sie einige Jahre vor dem Ruhestand die Gewinne aus dem Aktienfonds allmählich in sichere Fonds um.

 

4.Fondsgebundene Riester-Rentenversicherung
Hier wandern die Beiträge wie bei der klassischen Riester-Rentenversicherung zunächst in sichere Anlagen und die Überschüsse dann in Fonds. Im Vergleich zum Fondssparplan sind die Anlagechancen geringer und die fondsgebundene Riester-Rentenversicherung ist oft teurer.

 

5.Riester-Bausparvertrag
Anleger sparen mit ihren Beiträgen zunächst über einige Jahre ein Guthaben an, das als Eigenkapital dient. Nach der Ansparphase haben Sie Anspruch auf ein zinsgünstiges Baudarlehen. In der Ansparphase wird das Guthaben in der Regel geringer verzinst als in anderen Riester-Arten. Erst in der Kombination mit dem Darlehen rentiert sich der Riester-Bausparvertrag.

 

6.Wohn-Riester
Hier nehmen Sie ein Immobilien-Darlehen auf anstatt anzusparen. Der Kreditgeber verrechnet die staatlichen Riester-Förderungen mit Ihren Tilgungszahlungen. Dadurch ist Wohn-Riester im Vergleich zu einem Baukredit in der Regel günstiger.Jedoch unterliegt auch der Wohn-Riester der nachgelagerten Besteuerung.

Nur geht das beim Wohn-Riester anders, da Sie im Rentenalter keine Leistungen erhalten, die Sie direkt versteuern könnten. Deshalb gibt es das fiktive Wohnförderkonto, auf dem die staatlich geförderten Leistungen zur Tilgung Ihrer Baufinanzierung bis zu maximal 2.100 Euro im Jahr vermerkt und jährlich mit zwei Prozent verzinst werden.

Im Ruhestand müssen Sie den auf dem Wohnförderkonto angesammelten Betrag versteuern. Entweder Sie bezahlen die gesamte Steuerschuld auf einmal und erhalten 30 Prozent Nachlass. Oder Sie versteuern bis zu Ihrem 85. Lebensjahr jährlich einen Teil des angesammelten Betrags.

Insidertipp 4

Meistens ist die jährliche Besteuerung günstiger. Die Einmalzahlung lohnt sich eher bei einem Ruhestands-Jahreseinkommen ab 33.000 Euro.

Die Riester- Rente eignet sich

  • für Klein- und Normalverdiener mit Kindern über die Zulagen
  • für alleinstehende Besserverdiener über den Steuervorteil

Generell rentiert sich die Riester-Rente, je höher die Zulagen oder die Steuererstattung ist.

Hier gehts zum Riester-Rente-Vergleich

 

Rürup-Rente als Bank- und Fondssparplan

Die Möglichkeiten der Altersvorsorge für Selbständige sind begrenzt. Sie sind keine Arbeitnehmer, meistens nicht gesetzlich rentenversichert und können weder über die bAV noch über die Riester-Rente privat vorsorgen.

Als Freiberufler, Selbstständiger und Unternehmer können Sie nur mit der steuerlich geförderten Rürup-Rente privat fürs Alter vorsorgen.

Ihre Beiträge können Sie bis zu einem gewissen Höchstbetrag von der Einkommenssteuer absetzen.

Bei der Rürup-Rente dürfen Sie zwischen einer klassischen Rentenpolice oder einer fondsgebunden Rentenversicherung wählen. Bei der klassischen Rentenversicherung gibt es einen Garantiezins und Überschußbeteiligungen. Die Rendite der fondsgebundenen Rentenversicherung hängt von der Börse ab.

Sie können Ihre Einzahlungen nach Liquiditätslage flexibel gestalten, in dem Sie wahlweise:

  • eine Einmalzahlung leisten.
  • monatlich einzahlen.
  • die Beitragshöhe an Ihr Einkommen anpassen.
  • nicht regelmäßig einzahlen.

 

Die Rürup- Rente gibt es und eignet sich für

  • Vorstände, Geschäftsführer und Beamte
  • Verdiener mit hoher Steuerbelastung, da sich die Beiträge bis 2025 komplett von der Steuer absetzen lassen.
  • Ältere Anleger mit hohem Einkommen, die nur noch wenige Jahre bis zur Rente haben.
  • Selbstständige und Freiberufler, die nicht gesetzlich rentenversichert sind.

 

Wichtig!

Angestellte dürfen ebenso eine Rürup-Rente abschließen. Doch werden leider deren Beiträge auf die steuerlich abzugfähige Summe angerechnet.

 

Zum Rürup-Rente-Vergleich

 

Privat fürs Alter vorsorgen ohne staatliche Förderung

Bei der ungeförderten privaten Altersvorsorge zahlen Sie jeden Euro aus eigene Tasche ein. Damit sich das lohnt, müssen die Kosten der Sparverträge und auch die Ertragschancen stimmen.

Private Altersvorsorge Möglichkeiten – welche gibt es?

Diese sind

  • private Rentenversicherung
  • privat vorsorgen mit der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Bank- und Fondssparplan
  • Bank- und Fondsauszahlungsplan
  • Eigenheim als private Altersvorsorge
  • Kapitallebensversicherung

 

Private Rentenversicherung

Die klassische private Rentenversicherung garantiert zwar von Beginn an eine bestimmte Rentenhöhe.

Doch lohnt sie sich nicht,

  • wegen der derzeit niedrigen Leitzinsen.
  • da sich die Garantie nur für die eingezahlten Beiträge nach Abzug von Kosten gilt.
  • aufgrund der oft überteuerten Kosten.

 

Die private Rentenversicherung gibt es inzwischen als

  • Rentenversicherung mit höherem Aktienanteil. Zwar sind die Renditechancen wegen des Aktienanteils höher, aber mit diesen Nachteilen verbunden: Entweder keine Beitragsgarantie oder garantierte Rente, dafür höhere Kosten, die an der Rendite nagen.

 

  • Netto-Rentenversicherung, die Sie günstig bei einem Honorarberater erhalten. Sind deren Kosten günstig, kann sie sich durchaus lohnen. Denn einige Anbieter legen in günstigen Aktien-Indexfonds (ETFs) an.

 

  • Sofortrente. Hier leisten Sie eine Einmalzahlung und erhalten sofort eine lebenslange monatliche Rente. Sie ist ideal für alle, die erst spät mit der privaten Altersvorsorge beginnen und über höhere Geldbeträge durch Erbschaften, Auszahlung von Lebensversicherungen oder Sparverträgen u.ä. verfügen.

Bei der Sofortrente erhalten Sie einen Garantiezins und Überschussbeteiligungen, die der Versicherer erwirtschaftet.

 

Insidertipp 5
Achten Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters auf dessen Finanzstärke und ob die Überschüsse der letzten Jahre mitberücksichtigt werden.

 

Insidertipp 6
Falls Sie Ihre Hinterbliebenen bei Ihrem Ableben absichern wollen, vereinbaren Sie zudem eine Rentengarantiezeit und eine Beitragsrückgewähr.

Aufgrund der Garantiezeit erhalten Ihre Hinterbliebenen die monatliche Rente bis zum Ablauf eines vereinbarten Zeitraumes.

Die Beitragsrückgewähr sorgt dafür, dass der Versicherer den eingezahlten Beitrag im Todesfall an Ihrer Erben zurückzahlt. Bedenken Sie hier, dass infolge dieser Vereinbarungen Ihre Rente geringer ausfallen wird.

Bei der sofortigen Rente versteuern Sie nur den Ertragsanteil, der sich aus dem Renteneinstiegsalter ergibt.

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Privat vorsorgen mit der gesetzlichen Rentenversicherung

Gesetzlich Rentenversicherte, die mit 63 in Rente gehen wollen, dürfen ab 55 Jahren mit freiwilliger Zuzahlung die Abschläge ausgleichen. Sie können auch Ihre Rente erhöhen, wenn Sie länger arbeiten.

Auch allen nicht gesetzlich Rentenversicherten steht diese Möglichkeit offen. Mit der jährlichen Rentenanpassung  kann sich die gesetzliche Rentenversicherung durchaus rentieren.

Fondssparplan

Bei einem Fondssparplan investieren Sie monatlich einen fixen Betrag in einen Aktien- oder Indexfonds. Sie können schon mit einem Betrag ab 25 Euro an den Kapitalmärkten mitspielen.

Zudem sind Sie flexibel, da sie

  • jederzeit an Ihr Geld kommen.
  • je nach Finanzlage mehr oder weniger einzahlen können.

Schließlich profitieren Sie Cost-Avaraging, da Sie infolge der Kursschwankungen mit der gleichen Einzahlrate mal etwas weniger, mal etwas mehr Fondsanteile kaufen.

Auf die Kapitalerträge aus Fonds fällt jährlich die Abgeltungssteuer an – auch wenn der Aktienfonds keine Dividenden ausschüttet, sondern thesauriert.

Der Fondssparplan eignet sich für alle, die flexibel bleiben wollen.

 

Insidertipp 7

Begrenzen Sie Ihre Risiken, in dem Ihre Anlagen diversifizieren. Das gelingt am besten mit einem Aktien-Indexfonds, der in die Aktien des jeweiligen Index investiert.

Investieren Sie mit einem Anlagehorizont von mindestens 10 Jahre. So jucken Sie keine kurzfristigen Kursschwankungen.

Schließlich sollten Sie rechtzeitig vor Rentenbeginn sukzessive in sichere Anlagen wie Festgeld oder Geldmarktfonds umschichten.

Bank- und Fondsauszahlungsplan

Bei einem Bank- und Fondsauszahlungsplan zahlen Sie einen großen Geldbetrag ein und erhalten für eine begrenzte Zeit monatlich einen bestimmten Betrag.

Im Rahmen des Fondssparplans fließen Ihre Einzahlungen in mehrere unterschiedliche Fonds oder in einen Dachfonds, der in verschiedene Fonds investiert.

Die Summe orientiert sich bei einem Bankauszahlungsplan am Anlagebetrag, an der Verzinsung und Laufzeit. Schließen Sie wegen des niedrigen Zinsniveaus nur einen Bankauszahlungsplan mit kürzeren Laufzeiten und bei steigenden Zinsen einen neuen Bankauszahlungsplan ab.

Beim Fondsauszahlungsplan orientiert sich die Summe an der Rendite des Fonds, die von der Risikoneigung des Anlegers und dem Kursverlauf an der Börse abhängt.

Diese Anlageform ist ideal für alle, die Sicherheit und kalkulierbare Auszahlungsbeträge bevorzugen.

Fondsrente bzw. fondsgebundene Rentenversicherung

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung oder Fondsrente fließt Ihr Geld nach Abzug der Kosten in einen oder mehrere Investmentfonds ihrer Wahl. Sie bekommen im Alter keine garantierte Mindestrente. Die private Zusatzrente hängt von der künftigen  Kursentwicklung des Fondsvermögens ab. 

Die fondsgebundene Rentenversicherung bietet einerseits

  • Höhere Ertragschancen im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung, da das Geld nicht nur in deutsche Staatsanleihen, sondern auch am Aktienmarkt investiert wird.

 

  • eine Steuerverschiebung, da die Steuern auf die Erträge erst zum Ende der Vertragslaufzeit erhoben werden.

 

  • die Möglichkeit eines kostenlosen Fondswechsels, wenn die Performance eines Fonds nicht wie erhofft ausfällt. Außerdem können Kunden aufgelaufene Gewinne sichern, wenn sie ihr Geld rechtzeitig vor Ende der Laufzeit in schwankungsärmere Fonds mit geringerem Aktienanteil umschichten.

 

Andererseits

  • liegt der garantierte Mindestzins auf das angesparte Kapital zur Zeit unattraktiv.
  • besteht ein Kursrisiko auf den Aktienmärkten
    sind Kündigungen mit Einbußen verbunden, da die Abschlusskosten in der Regel über die ersten fünf Jahre verteilt werden.

 

Immobilie als Altersvorsorge

Viele wollen wegen der derzeit niedrigen Zinsen mit den eigenen vier Wänden privat fürs Alter vorzusorgen. Ist der Baukredit abgezahlt, müssen Sie nur noch die laufenden Kosten stemmen.

Jedoch geht die Rechnung nur auf, wenn Sie Ihre Immobilie spätestens zu Beginn des Ruhestandes abbezahlt haben. So kommt es ganz überwiegend auf die Qualität Ihrer Baufinanzierung an.

Risiken bestehen darin, dass Sie die Immobilienfinanzierung wegen Scheidung oder Arbeitslosigkeit abbrechen und die Immobilie unter Wert verkaufen müssen.

 

Kapitallebensversicherung

Sie ist ein Sparplan mit Todesfallschutz.

Ein Teil der angesparten Beiträge fließt während der vereinbarten Laufzeit größtenteils in Anleihen. Der Rest geht in die Absicherung einer Versicherungssumme, wenn Sie sterben.

Sie erhalten am Laufzeitende die angesparte Versicherungssumme. Im Todesfall wird hingegen die vereinbarte Todesfallsumme an den Begünstigten ausgezahlt.

Die Kapitallebensversicherung hat zwei große Nachteile

  • Sie ist wegen der Ansparung und gleichzeitigen Absicherung des Todesfalls viel teurer als eine reine Risiko-Lebensversicherung, die nur das Sterberisiko  absichert.
  • Da ein Großteil der Beträge im Rentenmarkt angelegt werden und die Leitzinsen derzeit niedrig sind, sind die Renditechancen begrenzt.

 

Was ist die beste Altersvorsorge

Welche ist die beste Altersvorsorge? Diese Frage lässt nicht pauschal beantworten. Einerseits hängt die Wahl Ihrer Altersvorsorge von Ihrer Finanzlage und Lebensplanung ab

Wie Sie die richtige Altersvorsorge finden, hängt zudem davon ab, ob

  • Sie angestellt oder selbstständig/freiberuflich arbeiten,
  • Sie staatliche Förderung nutzen wollen,
  • flexibel ansparen möchten.

 

Fürs Alter vorsorgen – so geht es wirklich:

Wählen Sie Ihre Altersvorsorge bedachtsam aus.

Denn Ihre Entscheidung wirkt langfristig und bildet den Grundstein für Ihre Finanzen im Alter.

In 5 Schritten finden Sie die richtige Altersvorsorge:

Schritt 1. Rentenansprüche prüfen

Prüfen Sie, ob und wie viel Rente Sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder einem Versorgungswerk erwarten.

 

Schritt 2.

Checken Sie, wie viel Geld Sie monatlich in eine private Vorsorge stecken können. Sie müssen monatlich umso mehr ansparen, je später Sie mit der Altersvorsorge starten.

 

Schritt 3.

Überlegen Sie, wie viel Geld Sie als Rentner pro Monat ausgeben wollen.

 

Schritt 4.

Wählen Sie die Altersvorsorge-Produkte sorgfältig aus und beachten folgende Aspekte:

  • Wie hoch ist Ihre persönliche Risikobereitschaft?

 

  • Wie gut wird Ihr Geld verzinst?

Das niedrige Zinsniveau erschwert es, hohe Renditen oder den Mindestgarantiezins von 1,25 % bei geringen Risiken zu erwirtschaften.

Hohe Renditen gibt es nur, wenn Sie Kursrisiken akzeptieren.

 

  • Können Sie von staatlicher Förderung oder Steuervorteilen profitieren?

Die Renditechance steuerlich geförderter Produkte hängt auch von Ihrer Steuersituation ab.

 

  • Wie flexibel kommen Sie an Ihr Geld heran?

 

  • Wie lange soll die Rente ausbezahlt werden?

 

In den folgenden Tabellen erhalten Sie eine erste Orientierung dafür, welche Form der privaten Altersvorsorge sich für Sie eignen könnte.

Die beste Altersvorsorge für Arbeitnehmer

Form der AltersvorsorgeAnmerkungenWann
Riester-Rente-Riester-Fondssparplan in Aktienfonds bei frühem Start


-Riester-Fondssparplan in Rentenfonds bei frühem Start
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Betriebliche AltersvorsorgeWenn auch der Chef einzahltimmer
Gesetzliche Rentenversicherungals private Vorsorgeimmer
Fondssparplan-überwiegend in Aktienfonds bei frühem Start


-überwiegend in Rentenfonds
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Fondsrenteüberwiegend in Aktienfonds bei frühem Startbei niedrigen Zinsen
Eigenheim als private AltersvorsorgeAchtung bei der Auswahl der Baufinanzierungimmer bei niedrigen Zinsen

 

Die beste Altersvorsorge für Beamte

Form der AltersvorsorgeAnmerkungenWann
Riester-Rente-Riester-Fondssparplan in Aktienfonds bei frühem Start


-Riester-Fondssparplan in Rentenfonds bei frühem Start
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Rürup-Renteals fondsgebundene Rentenversicherung in Aktienfonds


als fondsgebundene Rentenversicherung in Rentenfonds
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Gesetzliche Rentenversicherungals private Vorsorgeimmer
Fondssparplan-überwiegend in Aktienfonds bei frühem Start


-überwiegend in Rentenfonds
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Fondsrenteüberwiegend in Aktienfonds bei frühem Startbei niedrigen Zinsen
Eigenheim als private AltersvorsorgeAchtung bei der Auswahl der Baufinanzierungimmer bei niedrigen Zinsen

 

Die beste Altersvorsorge für Selbständige, Freiberufler, Vorstände, Geschäftsführer und Gutverdiener

Form der AltersvorsorgeAnmerkungenWann
Rürup-Renteals fondsgebundene Rentenversicherung in Aktienfonds


als fondsgebundene Rentenversicherung in Rentenfonds
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Gesetzliche Rentenversicherungals private Vorsorgeimmer
Fondssparplan-überwiegend in Aktienfonds bei frühem Start


-überwiegend in Rentenfonds
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Fondsrenteüberwiegend in Aktienfonds bei frühem Startbei niedrigen Zinsen
Eigenheim als private AltersvorsorgeAchtung bei der Auswahl der Baufinanzierungimmer bei niedrigen Zinsen
Rieser-Fondsparplan für rv-pflichtige Selbständige-Riester-Fondssparplan in Aktienfonds bei frühem Start


-Riester-Fondssparplan in Rentenfonds bei frühem Start
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen

 

Die beste Altersvorsorge für alle mit nur noch wenigen Jahren bis zur Rente

Form der AltersvorsorgeAnmerkungenWann
Rürup-Rentemit hohen Beiträgen in einen Fondsparplan


mit hohen Beiträgen in einen Banksparplan
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Rürup-Rentemit hohen Beiträgen in einen Fondsauszahlungsplan


mit hohen Beiträgen in einen Bankauszahlungsplan
-bei niedrigen Zinsen


-bei hohen Zinsen
Fondsauszahlungsplan-bei niedrigen Zinsen

Bankauszahlungsplanbei hohen Zinsen
Private Rentenversicherungals Sofortrente

 

Schritt 5.

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