Private Krankenversicherung ja oder nein?

private Krankenversicherung ja oder nein
Private Krankenversicherung ja oder nein? Quelle: shutterstock/Groß

Private Krankenversicherung ja oder nein?

Diese Frage stellen sich viele, die von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln können.

Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

 

 

Private oder gesetzliche Krankenversicherung? – eine Entscheidung fürs Leben

Die private Krankenkasse bietet je nach gewähltem Tarif ein großes Plus an medizinischen Leistungen. Jedoch gibt es immer wieder sprunghafte Beitragserhöhungen.

Zudem dürfen Sie nur bis zu einem Alter von unter  55 Jahren in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Altersrückstellungen, die Sie in der PKV aufgebaut haben, gehen verloren.

Obendrein gestaltet sich auch der  Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherungen nicht so einfach, wenn Sie schon älter sind.

Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, ob für Sie der Wechsel in die PKV Sinn macht.

Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Sie erfahren

  • die grundlegenden Unterschiede zwischen der GKV und PKV.
  • für wen und ab wann sich die private Krankenversicherung lohnt.
  • was Sie bei der Wahl zwischen GKV und PKV beachten sollten.

 

Private Krankenversicherung Voraussetzungen

Wer kann sich privat versichern?

Studenten, Beamte, Selbstständige, Rentner sowie Angestellte, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung bestimmt, bis zu welchem Einkommen sich Angestellte und Rentner gesetzlich krankenversichern müssen. Sie liegt im Jahr 2018 bei einem Monatsgehalt von 4.425 Euro brutto bzw. bei einem Jahresgehalt von 53.100 Euro brutto.

 

Unterschied zwischen PKV und GKV

GKVPKV
Wer ist versichert
Arbeitnehmer und Rentner mit beitragspflichtigem Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze.Studenten, Beamte, Selbstständige sowie Angestellte mit einem Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze.
Leistungsumfang
  • Die medizinische Versorgung ist für alle gleich.

  • Die Leistungen sind größtenteils festgeschrieben.

  • Privatversicherte wählen ihren Leistungskatalog selbst aus.

Zu den gesetzlichen Pflichtleistungen gehören:

  • Normale Kontrolluntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung und Verhütung von Krankheiten

  • Standardimpfungen

  • Zahnbehandlungen

  • Therapie schwerer, langwieriger Krankheiten sowie die Behandlung von Unfällen und die anschließende Nachsorge.

  • Freie Wahl des Haus- und Facharztes, sofern er mit den gesetzlichen Krankenkassen kooperiert.

  • Im Krankenhaus
    -allgemeine Pflegeleistungen
    -Mehrbettzimmer
    -Eigenanteil von 10 Euro/Tag für maximal 18 Tage und wenn Sie über 18 Jahre als sind

  • Kinderkrankengeld für 10 Arbeitstage im Krankheitsfall eines Kindes unter 12 Jahren

  • Psychotherapie


Die Pflichtleistungen richten sich nach dem gewählten Tarif.

  • In der PKV werden verschreibungspflichtige Medikamente bezahlt ohne Zuzahlungspflicht.

  • Wer es billig haben will, kann nur wenig Leistungen in Anspruch nehmen. Je nach Tarif kann der Leistungsumfang unter dem der gesetzlichen Krankenversicherung liegen.

  • Wer bereit ist, höhere Prämien zu zahlen, dem steht auch mehr zu. Hochwertige Tarife bieten meistens
    -freie Arztwahl
    -Termin beim Facharzt, ohne vorherigen Besuch beim Hausarzt
    -schnellerer Zugang zu neuen Behandlungsmethoden
    -Einzelzimmer
    -Chefarztbehandlung

  • Zudem
    -sind die Wartezeiten in den Arztpraxen kürzer.
    -bekommen Privatversicherte meistens schneller einen Termin beim Facharzt als Kassenpatienten.



Zuzahlung

  • Kosten für spezielle Medikamente, Kuren und Zahnersatz
    Krankentransporte bzw. Rücktransport aus dem Ausland
    Behandlung im Ausland

  • Zuzahlung bei vielen verschreibungspflichtigen Medikamenten.

  • Heilmittel wie Krankengymnastik sowie Sprach- und Beschäftigungstherapie mit Selbstbehalt von 10% der Kosten plus EUR 10,- pro Verordnung bei Versicherten über 18 Jahren.

  • Hilfsmittel, wie Prothesen, Rollstühle oder Hörgeräte in einfacher Ausführung innerhalb bestimmter Festbeträge. Eigenanteil von 20 % bei Bandagen, Einlagen und Kompressionsstrümpfen.


  • Abhängig vom gewählten Tarif

Alternative Therapien
  • je nach Krankenkasse
  • je nach gewähltem Tarif
Leistungsgarantie

  • Leistungen des GKV können vom Gesetzgeber gekürzt oder gestrichen werden.



  • Die gewählten Leistungen sind garantiert.

  • Sie können Ihren Leistungsumfang mit dem Wechsel in einen anderen Tarif ändern.

Wartezeiten

  • Lange Wartezeiten in den Arztpraxen.

  • Wartezeit auf einen Facharzttermin von Wochen oder Monaten


  • Kurze Wartezeiten in den Arztpraxen.

  • schneller Facharzttermin

  • Wartezeiten beim Anbieterwechsel für bestimmte Leistung möglich

Beiträge
In der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert sich der allgemeine Beitrag an Ihrem Gehalt, Ihrer gesetzlichen Rente und Ihren Versorgungsbezüge (z.B. Betriebsrecnten) innerhalb der aktuellen Beitragsbemessungsgrenzen.

  • Der gesetzlich festgeschriebene allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen.

  • Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld bezahlen einen ermäßigten Beitragssatz von derzeit 14 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen.

  • Hinzu kommt ein von den Krankenkassen individuell bestimmter Zusatzbeitrag.

  • Beitragsrückerstattung und Selbstbehalt nicht vorgesehen.

  • Bei Erwerbslosigkeit oder einem niedrigeren Einkommen passt sich automatisch der GKV Beitrag an.

  • Wer in der GKV nicht zum Arzt muss, erhält keine Beitragsrückerstattung.

In der PKV berechnen sich die Kosten nach Ihrem Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Ihren gewünschten Leistungen.

  • Über die Beitragsrückerstattung gibt es einen Teil der Prämie zurück, wenn Sie keine Arztrechnung einreichen.

  • So können Sie mit der Beitragsrückerstattung und dem Selbstbehalt die Höhe Ihrer Beiträge steuern.

  • Der Beitrag bleibt auch auch bei einem niedrigeren Einkommen oder bei Erwerbslosigkeit immer gleich. allerding bietet die Branche dafür spezielle Tarife.



Arbeitgeberzuschuss
  • Jeder gesetzlich Versicherte zahlt den gleichen Anteil seines Gehalts für seine Krankenversicherung (derzeit 14,6 Prozent, wovon der Arbeitgeber die Hälfte übernimmt).

  • Bei Rentnerinnen und Rentnern tragen die Versicherten und die Rentenversicherungsträger die Beiträge aus der Rente jeweils zur Hälfte.


    • Steuerfreier Arbeitgeberzuschuss in Höhe des Arbeitgeberanteils in der GKV.

    • Eine Selbstbeteiligung oder Beitragsrückerstattungen beeinflussen nicht die Höhe des Arbeitgeberzuschusses.

    Abrechnungsmodalitäten
    • Kassenpatienten erhalten vom Arzt Sachleistungen, der Behandler rechnet anschließend nach festen Sätzen mit der Krankenkasse ab.
    • Abrechnung erfolgt in der PKV auf der GOÄ/GOZ (Gebührenordnung für Ärzte, Gebührenordnung für Zahnärzte).
    Kostenerstattung
    • Auf der Rückseite der Krankenversichertenkarte dokumentiert der Arzt seine Behandlungen, um dann mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abzurechnen.
    • Privatversicherte erhalten bei Behandlungen eine Arztrechnung, die sie beim Versicherer einreichen, sich erstatten lassen und anschließend bezahlen.

    Familienversicherung
    • In der GKV existiert eine beitragsfreie Familienversicherung,die Kinder und erwerbslose Familienangehörige mitversichert.
    • Kinder sind bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und Ehepartner mit geringem Einkommen kostenlos mitversichert.

    • keine beitragsfreie Familienversicherung. Sie brauchen für jedes Familienmitglied eine eigene Police.

    Krankenkassenwechsel
    • Zwischen den Kassen können Versicherte unkompliziert wechseln. Dafür müssen sie lediglich die Mindestvertragsdauer von 18 Monaten und die Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten.
    • Ein Wechsel zwischen den Anbietern verursacht nur selten finanzielle Nachteile und ist ohne Gesundheitsprüfung möglich.
    • Der Weg zurück in die GKV führt meist nur über Änderungen der eigenen beruflichen Situation.
    • Und auch der Anbieterwechsel innerhalb der PKV ist oft mit finanziellen Nachteilen verbunden. Schließlich berechnet sich der Beitrag nach Ihrem Alter und Ihrer Gesundheit. Je später Sie wechseln, desto teurer wird dies für Sie.

     

    Warum steigen die Beiträge in der PKV so massiv?

    In den vergangenen Jahren fielen einzelne PKV-Anbieter mit aufsehenerregenden Beitragserhöhungen auf. Sie betrugen teilweise weit mehr als zehn Prozent.

    Die Preissprünge beruhen darauf, dass die Prämien erst angehoben werden, wenn die Ausgaben die erwarteten Kosten um fünf Prozent übersteigen.

    Bei einem Kostenanstieg ab zehn Prozent müssen die Versicherer die Prämie erhöhen.

    Kein Wunder, dass viele den Wechsel von der GKV in die PKV scheuen.

     

    Die Prämien in der PKV steigen aus folgenden Gründen:

    • Die Behandlungskosten haben sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt, da die Menschen immer älter werden und öfter zum Arzt müssen.

     

    • Der Anteil der alten Mitglieder in der PKV steigt, da über 55-jährige nicht mehr in die gesetzlichen Kassen zurück wechseln dürfen.

     

    • Immer weniger Leute wechseln in die PKV, da die Einkommen in den vergangenen Jahren stagnierten. Viele Selbstständige lassen sich wieder anstellen, um in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren.

     

    • Es gibt immer weniger junge Leute unter 35 Jahren, die sich traditionell privat versichern lassen.

     

    • Aufgrund der seit Jahren rekordniedrigen Zinsen verzinsen sich die Altersrückstellungen kaum.  Private Versicherer können keine  hohe Rückstellungen aufbauen, die den altersbedingten Prämienanstieg dämpfen.

     

    Was allerdings vergessen wird:

    Zwar sorgen die hohen Beitragssprünge in der Öffentlichkeit für Ärger.

    In Wirklichkeit erhöhten sich die Prämien über die Jahre nur moderat.

    Nach einer Analyse der Ratingagentur Assekurata stiegen sie seit 2008 jährlich um 4,3 %.

    Die Beiträge für Beamte erhöhten sich nur um etwa 2,5 %.

    Laut dem Branchendienst „MAP-Report“ stiegen die PKV-Beiträge nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren. 2016 erhöhten sich die Prämien um durchschnittlich 6,6 %  und von 2017  2018 nur noch um 2,9 %

     

    In der GKV erhöht sich der Beitrag automatisch, wenn die Löhne und Beitragsbemessungsgrenze steigen.

    Nur wird das in den Medien nicht so breit getreten.

    Übrigens haben sich die Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse in den letzten Jahren so ähnlich entwickelt wie in der privaten Krankenversicherung

     

    Private Krankenversicherung – Vorteile und Nachteile

    VorteileNachteile
    • Die gewählte Leistungen sind garantiert und können weder vom Gesetzgeber noch von der Versicherung gestrichen werden.
    • je nach gewähltem Tarif kann der Leistungsumfang geringer sein als in der GKV

    • GKV zahlt mehr bei Reha und Psychotherapie
    • Erstattung verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Zuzahlungspflicht
    • Rückweg in die GKV, nur bei Arbeitslosigkeit, geringerem Gehalt oder Selbständigkeit und bis unter 55 Jahre
    • Günstigere Beiträge als in der GKV, wenn man gesund ist und in jungen Jahren wechselt.
    • keine kostenlose Mitversicherung von Familienmitgliedern
    • Beitragsrückerstattung und Selbstbehalt erlauben Steuerung der Prämiehöhe
    • Anbieterwechsel innerhalb der PKV oft mit finanziellen Nachteilen verbunden
    • Über die Beitragsrückerstattung gibt es einen Teil der Prämie zurück, wenn Sie keine Arztrechnung einreichen.
    • Beitragserhöhungen in Sprüngen
    • Kürzere Wartezeiten beim Arzt
    • i.d.R. keine Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit, in der Elternzeit
    • Schneller Termin beim Arzt bzw. Facharzt
    • Der Beitrag passt sich im Alter nicht an das niedrigere Einkommen an.

     

    Private Krankenversicherung ja oder nein – was ist existenziell wichtig?

    Ich habe es schon am Anfang erwähnt:

    Sich privat versichern zu lassen, berührt Ihr ganzes Leben.

    Wer Wert auf bessere medizinische Versorgung zu einem günstigen Preis legt, lässt sich zwar gerne privat versichern.

    Deshalb versuchen die Anbieter, Sie mit leistungsstarken und günstigen Tarifen zu ködern.

    Aaaber…

    Einmal privat versichert, kommen Sie nicht mehr so schnell in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Bei manchen Versicherern gehören Sie der Katz`, wenn sie die Beiträge häufig und massiv anheben.

     

    Daher habe ich Ihnen 5 wichtige Punkte aufgelistet, die existenziell wichtig sind.

    1.Sie müssen sich die Beiträge zur PKV immer leisten können.
     

    Denn mit zunehmenden Alter steigen auch Ihre Beiträge – egal, ob Sie noch arbeiten, arbeitslos sind oder schon im Ruhestand sind.

    Spätestens da zeigt sich, dass Tarife mit einem umfassenden Leistungen eben doch ihren Preis haben.

     

    2. Die private Krankenversicherung muss zu Ihrer Familienplanung passen.

    Private Krankenkassen bieten keine beitragsfreie Mitversicherung für Familienmitglieder. Ihre Kinder brauchen jeweils eine eigene Police.

    Anbieter offerieren oft spezielle Tarife für Kinder.

    Der Beitrag für Kinder- und Jugendtarife liegt bei mindestens 100 Euro pro Monat. Es besteht auch keine Beitragsfreiheit während der Elternzeit.

     

    3. Bis spätestens  mit 40 Jahren in die private Krankenversicherung wechseln

    Wie Sie schon bisher erfahren haben, steigen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung im Alter teilweise in Sprüngen.

    Der Versicherer bildet für einen Teil der Beiträge Altersrückstellungen, damit sich die Beiträge im Alter nicht zu stark erhöhen.

    Je früher Sie in die private Krankenversicherung wechseln, umso länger kann ein Teil Ihrer Beiträge in die Altersrückstellungen fließen.

    Ich merke das bei meinen Beiträgen.

    Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr privat versichert.

    Ich habe mich 1992 von der Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen, nachdem die Bemessungsgrenze erhöht wurde und mein Gehalt unter diese rutschte.

    Für mich ergab ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung keinen Sinn. Mein Mann war bereits privat versichert und etwaige Kinder hätten nicht bei mir kostenlos mitversichert werden können.

     

    4. Möglichst gesund in die private Krankenversicherung wechseln

    Vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung müssen Sie eine Gesundheitsprüfung durchlaufen.

    Dazu beantworten Sie einen Fragenkatalog.

     

    PKV-Insidertipp 1

    Beantworten Sie den Fragenkatalog ehrlich, damit der  Versicherer die Leistung nicht verweigert.

     

    Bringen Sie Vorerkrankungen mit, verursachen Sie im Zweifel höhere Kosten als ein Gesunder.

    Die Krankenversicherung kann so entscheiden:

    • Sie ablehnen.
    • von Ihnen Risikoaufschläge verlangen.
    • gewisse Krankheiten komplett ausschließen.

     

    PKV-Insidertipp 2

    Vermeiden Sie Leistungsausschlüsse für bestimmte Krankheiten. Sie gehen damit ein unkalkulierbares Risiko ein, diese in Zukunft selbst bezahlen zu müssen.

    Da ist der finanzielle Ruin schon vorprogrammiert.

     

    Falls die Behandlung nicht mindestens ein Jahr zurückliegt, gibt es Risikoaufschläge bei folgenden Erkrankungen:

    • Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Probleme
    • Asthma und Allergien
    • Rückenleiden und Wirbelsäulenerkrankungen
    • Diabetes
    • körperliche und geistige Behinderungen

     

    5. Sie arbeiten in keinem riskanten Beruf

    Bei riskanten Jobs gibt es meistens hohe Risikozuschläge oder Sie bekommen keine private Krankenversicherung.

    Davon betroffen sind auch Berufstätige aus Branchen wie Kioske oder Schaustellerei, die bei Versicherern gerne als unzuverlässige Zahler gelten.

     

    Wann lohnt sich die private Krankenversicherung?

    Die private Krankenversicherung lohnt sich für alle, die

    •  unter 40 Jahre alt  und weitgehend gesund sind.
    •  nur höchstens zwei Kinder wollen oder haben.
    •  beruflich fest im Sattel sitzen, gut verdienen und keine riskanten Berufe ausüben.
    •  spätestens bei Renteneintritt über ein sicheres Vermögen verfügen oder hohe Betriebsrenten bekommen.

     

    Besonders lohnt sich die private Krankenversicherung für

    • Beamte, da diese bis zu 80 % Beihilfe erhalten können.
    • Studenten, deren Eltern Beamte sind.

     

    Zum PKV-Vergleich

     

    Wann Finger weg von der privaten Krankenkasse?

    Finger weg von der privaten Krankensicherung:

    -bei einer

    • laufenden oder in den letzten drei Jahren beendeten Psychotherapie
    • akuten oder noch nicht ausgeheilten Krebserkrankung,
    • versuchten Selbsttötung in den letzten drei Jahren.

    -wenn Sie

    • mehr als zwei Kinder haben oder wollen.
    • aufgrund von Vorerkrankungen so hohe Risikoaufschläge  zahlen müssen, dass Ihre private Krankenversicherung teurer wird als die gesetzliche.
    • über 40 Jahre alt sind.
    •  über kein stabiles Einkommen oder nennenswertes Vermögen verfügen.
    •  sich nicht sicher sind, ob Sie sich die Beiträge zur PKV immer leisten können.

     

    Raus aus der privaten Krankenversicherung….

    …und zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

    Der Gesetzgeber hat da einen Riegel vorgeschoben.

     Der Wechsel von privater in gesetzliche Krankenversicherung ist nur dann möglich, wenn Sie

    •  jünger sind als 55 Jahre.
    • angestellt sind und Ihr Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt  oder arbeitslos sind.

     

    In allen anderen Fällen können Sie bei Ihren privaten Krankenversicherung in einen günstigeren Tarif wechseln.

    Wer sich den Beitrag überhaupt nicht mehr leisten kann, kann in einen Notlagentarif wechseln.

     

    Beste private Krankenversicherung – wie sollte sie aussehen?

    In der privaten Krankenversicherung gibt es tausende von Tarifen mit  unterschiedlichen Leistungen.

    Daher sollten Sie sich klarmachen, auf welche Leistungen Sie Wert legen.

    Die Tarife werden teurer, wenn Sie Wert legen auf:

    • freie Arztwahl
    • Chefarztbehandlung  und Einzelzimmer im Krankenhaus
    • alternative Therapien

     

    Billig geht zwar auch…..

    ……..aber dann liegen die Leistungen häufig unter denen der gesetzlichen Krankenkassen. 

    Bleiben Sie dann lieber in der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Finden Sie mit dem Tarifrechner von Tarifcheck24.de den Anbieter den besten Preis-Leistung-Verhältnis.

     

    Zum PKV-Vergleich

     

    PKV-Insidertipp 3

    Werfen Sie zusätzlich einen Blick auf die historische Beitragsentwicklung des jeweiligen Anbieters. 

    Sie beantwortet die Frage, wie häufig und in welcher Höhe der Anbieter in der Angelegenheit die Beiträge erhöht hat.

    Die Antwort ist für Sie äußerst wichtig.

    Mit  steigendem Alter können Sie den Anbieter wegen der Gesundheitsprüfung kaum mehr wechseln, wenn Ihnen der Beitrag zu hoch wird.  Zudem dürfen Sie Ihre bisher aufgebauten Altersrückstellungen nicht zu dem neuen Versicherer mitnehmen.

    Bei einen Versicherer mit häufigen und massiven Beitragserhöhungen in der Vergangenheit wird es künftig nicht besser aussehen.  Lassen Sie die Finger von  diesen Anbieter. 

    Entscheiden Sie sich lieber für einen Versicherer, der die Beiträge bisher nur moderat erhöht hat.

     

    Private Krankenversicherung ja oder nein – 7-Punkte-Checkliste

    Bevor Sie sich für eine private Krankenkasse entscheiden, sollten Sie folgende 7 Punkte prüfen:

    1. Sie legen Wert auf umfassende medizinische Leistungen.
    2. Sie sind höchstens 40 Jahre alt.
    3. Ihr Gesundheitszustand ist gut ohne gravierende Vorerkrankungen.
    4. Ihr Einkommen ist stabil, dass sie Beamte sind oder beruflich fest im Sattel sitzen.
    5. Ihnen ist glasklar, dass die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter engen Voraussetzungen möglich ist.
    6. Vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis
    7. Günstige Beitragshistorie der privaten Krankenkasse

     

    Private Krankenversicherung ja oder nein – Fazit

    Lebensumstände und Lebensplanung – davon hängt ab, welche Krankenversicherung für Sie passt. Die Frage: private Krankenversicherung ja oder nein lässt sich weder richtig noch falsch beantworten.

    Die private Krankenkasse  kann Ihnen eine leistungsstarke  Betreuung bieten, wenn Sie bereit sind, dafür entsprechend hohe Prämien zu zahlen.

    Eine private Krankenkasse mit positiver Beitragshistorie deutet auf künftig moderate Beitragserhöhungen hin.

    Privat versichern kann sich besonders lohnen für Beamte und deren studierende Kinder  sowie für alle  mit hohen Betriebsrenten-Anwartschaften.

     

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