Wichtige Versicherungen: Grundlagen von A bis Z

wichtige versicherungen
Alle wichtigen Versicherungen, die Sie unbedingt brauchen
Quelle: shutterstock/Groß

Wichtige Versicherungen: Generell sichern Sie sich mit Versicherungen für den Ernstfall ab. Jedoch machen nicht alle Versicherungen Sinn. Viele sind unnötig – werden Ihnen aber gerne für teures Geld aufgeschwatzt.

Davon möchte ich Sie in diesen Beitrag bewahren.

Erfahren Sie,

  • wie Sie sich richtig versichern ohne unnötige Versicherungen abzu schließen oder zu viel zu zahlen.
  • welche Versicherungen es gibt.
  • welche Versicherungen Sie haben sollten.

 

Wichtige Versicherungen in der Praxis (keine Theorie)

Es kommt in der Praxis immer wieder vor:

Verbraucher sind falsch versichert oder haben zu viele Versicherungen. Tatsächlich gibt es Kunden, die mehrere Lebensversicherungen an der Backe haben.

Der traurige Hintergrund:

Versicherungsvermittler schwatzen ihren Kunden gerne viele Versicherungen auf.

Im Vordergrund stehen nur saftige Provisionen.

Unerheblich ist, ob der Kunde dabei zu viel zahlt oder unnötige Versicherungen abschließt.

Damit Ihnen dasselbe im nächsten Gespräch nicht wieder passiert, erfahren Sie von mir, welche Versicherungen Sie brauchen.

So zahlen Sie nicht mehr jahrelang für Unsinn und sparen mehrere 100 € pro Jahr.

 

Was gibt es für Versicherungen?

Versicherungen gibt es in Hülle und Fülle und mit den unterschiedlichsten Konditionen. Es gibt sie für alle Lebenslagen – wie Familie, Beruf, Gesundheit, Wohnen, Reisen, Handy etc.

Jedoch lässt nicht einfach  feststellen, welche Versicherungen wichtig, notwendig oder sinnvoll sind.

 

Wichtige Versicherungen – gesetzlich vorgeschriebene Policen

Wichtige Versicherungen sind Basisversicherungen, die Ihre finanzielle Existenz schützen. Zu diesen gehören zum einen gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen wie die Kfz-Haftpflicht, Hundehaftpflicht und Krankenversicherung.

  • Kfz-Haftpflichtversicherung

Die KFZ-Haftpflichtversicherung schützt bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die im Zusammenhang mit Ihrem Auto im Straßenverkehr entstehen.

Beispiel:

Einen Augenblick nicht aufgepasst und Sie prallen mit Ihrem Auto auf Ihren Vordermann.

Hier zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung nur die Schäden am Auto Ihres Vordermanns. Sofern Sie keine Teil- oder Vollkaskoversicherung haben, bleiben Sie auf den Schäden an Ihrem eigenen Pkw teilweise bis ganz sitzen.

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  • Motorradversicherung

Ebenso wie die Halter von Kraftfahrzeugen müssen auch Motorradbesitzer eine Haftpflichtversicherung abschließen. Auch diese springt bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden ein, die durch deren Motorrad verursacht wurden.

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  • Hundehaftpflicht

Ein kräftiger Biss Ihres geliebten Vierbeiners kann durchaus üble und teure Konsequenzen nach sich ziehen. Deshalb müssen Hundebesitzer eine Hundehaftpflicht abschließen.

Diese Pflicht besteht für Kampfhunde in fast allen Bundesländern und für alle Hunderassen in Hamburg, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin.

Sie übernimmt Sach- und Personenschäden, die durch den Hund entstehen – unabhängig davon, ob der Halter daran schuld war oder nicht.

Zu den übernommenen Schäden gehören:
-Schmerzensgeld und Behandlungskosten wegen eines Hundebisses
-Sachschäden – z.B. zerbissene Schuhe
-Vermögensschäden wie der Verdienstausfall des Verletzten

Familien aufgepasst:

Familienmitglieder gelten nicht als Dritte, sondern als Hundehalter. Wird ein Familienmitglied vom eigenen Hund gebissen, leistet nicht die Hundehaftpflicht, sondern nur die private Unfallversicherung.

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  • Gesetzliche Krankenversicherung für Angestellte

Angestellte, deren Verdienst unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, müssen eine gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Liegt ihr Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze, können sie in die private Krankenversicherung wechseln.

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  • private Krankenversicherung für alle anderen Personen

Seit dem 01.01.2009 müssen in Deutschland  alle Personen krankenversichert sein. Selbständige und Freiberufler können sich davor nicht mehr drücken.

Siekönnen sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse  versichern oder sich eine private Krankenversicherung zu besorgen.

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Notwendige Versicherungen – freiwillige, aber wichtige Versicherungen

Wichtige Versicherungen – sie umfassen auch Policen, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind,  aber ebenso Ihre Existenz schützen.

Darunter fallen:

  • Private Haftpflichtversicherung

Unter den notwendigen Versicherungen rangiert die private Haftpflichtversicherung ganz vorn. Sie deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die durch eigenes Handeln entstehen.

Der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung ist freiwillig.

Aber seien Sie vorsichtig:

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür zahlen – im schlimmsten Fall mit seinem ganzen Vermögen.

Diese Schäden können gegen die Millionen gehen. Wer nicht haftpflichtversichert ist, muss sie aus eigener Tasche ersetzen. Normalverdiener bezahlen eventuell ein Leben lang. Unter Umständen wird das Gehalt gepfändet.

Bedenken Sie:

Mit dem pfändungsfreien Gehaltsteil von derzeit 900 Euro können Sie kaum leben, geschweige denn Vermögen aufbauen und ein eigenes Haus kaufen. Also schließen Sie lieber eine Haftpflichtversicherung ab. Per Versicherungsvergleich finden Sie mit nur ein paar Mausklicks den richtigen Anbieter.

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Wichtig für Familien:

Familienmitglieder wie Ihre Kinder sind bei Ihnen mitversichert, wenn sie in Ihrem Haushalt leben. Zieht Ihr Kind zum Studium in eine andere Stadt, lebt es nicht mehr in Ihrem Haushalt und braucht deshalb eine eigene Haftpflicht-Police.

Kinder unter 7 Jahre sind gemäß BGB deliktunfähig und haften nicht. So haften Eltern nur dann für deren Schäden, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.

Kinder ab dem siebten Lebensjahr sind bedingt deliktfähig und haften für den Schaden.Sie müssen nicht haften, wenn sie die Folgen ihres Handelns nicht absehen konnten, ihnen die erforderliche Einsicht fehlte. Im Straßenverkehr haften Kinder erst ab 10 Jahren.

 

  • Risikolebensversicherung

Sie sichert Ihre Hinterbliebenen ab, wenn Sie sterben. Sie erhalten die Todesfallsumme, die Sie beim Vertragsabschluss festgelegt haben.

Besonders Familien mit nur einem Verdiener, sollten über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Denn fällt er aus, steht die Familie ohne andere Einkunftsquellen vor dem finanziellen Ruin.

Werden Hausbau mit einem höheren Darlehen finanziert, ist ein idealer Kandidat für eine Risikolebensversicherung. Hinterbliebene können das Darlehen mit der Todesfallsumme zurückzahlen.

Prinzipiell gilt:

Je jünger und gesünder Sie sind, desto geringer fällt der Monatsbeitrag aus. Übrigens: Die Leistungen aus der Risikolebensversicherung sind einkommenssteuerfrei.

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  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Die Erfahrung lehrt es:

Sie werden schneller berufsunfähig als Sie einen Sechser im Lotto gewinnen.

Die traurige Statistik:

Derzeit wird jeder vierte Arbeitnehmer berufsunfähig, bevor er das Rentenalter erreicht. Die häufigsten Gründe für die Erwerbsunfähigkeit sind Burnout sowie Nerven- und andere psychische Krankheiten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Sie aufgrund Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr berufstätig sein können. Sie ersetzt das Einkommen, dass Sie nicht mehr erwirtschaften können und sichert damit Ihre Existenz.

Leider gibt es nicht immer eine staatliche Erwerbsminderungsrente.

Falls doch, sind die Beträge so gering, dass sie zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel sind.

Wollen Sie nicht Ihr eigenes Vermögen angreifen oder der Verwandtschaft auf der Tasche liegen, sollten Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Achten Sie auf die Höhe des monatlichen Rentenbetrages: Er sollte bei etwa 75 bis 80 % des letzten Nettoeinkommens liegen.

Denken Sie auch an die sogenannte Dynamik, welche die Prämien und Rentenansprüche während der Laufzeit automatisch erhöht. Damit verhindern Sie die inflationäre Entwertung Ihrer BU-Rente.

 

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Notwendige Versicherungen für Häuslebauer und Wohnungseigentümer

In einem eigenen Haus oder einer eigenen Eigentumswohnung zu leben hat seine Reize. Man ist nicht mehr vom Vermieter abhängig und hat gewisse Freiheiten bei der Gestaltung seine eigenen vier Wände.

Auch in diesem Fall gibt es notwendige Versicherungen, die Sie vor finanziellem Ungemach bewahren.

 

  • Wohngebäudeversicherung

Notwendige Versicherungen für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer sind die Wohngebäudeversicherung.

Sie deckt folgende Gefahren ab:

-Feuer
-Blitzschlag, Explosion oder Implosion
-Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel
-Leitungswasser
-Überspannung
-Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges

Erweitern Sie  Ihren Versicherungsschutz auf Elementarschäden wie Hochwasser und Erdrutsch, wenn Sie an einem Fluss oder in einer Hanglage wohnen.

Sie deckt Schäden ab, die z.B. entstanden sind durch:

-Hochwasser
-Starkregen,
-Überschwemmung
-Schneedruck
Die Deckungssumme richtet sich nach dem Wert Ihrer Immobilie.

Bei Wohnungseigentümern kümmert sich die Eigentümergemeinschaft um den Abschluss der Wohngebäudeversicherung.

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  • Bauherrenhaftpflichtversicherung

Sie springt bei Schäden ein, die im Zusammenhang mit der Modernisierung und Sanierung von Gebäuden, einem Umbau oder kompletten Neubauten entstehen.

Kleinere Schäden von bis zu 20.000 € werden meistens von der privaten Haftpflichtversicherung des Bauherrn ersetzt.

Für größere Bauvorhaben brauchen Sie eine separate Bauherrenhaftpflichtversicherung. Denn Sie trifft als Bauherr eine gewisse Verkehrssicherungspflicht. Zum Beispiel müssen Sie sich persönlich um Ihre Baustelle kümmern, die Sicherheit kontrollieren und die Handwerker sorgfältig auswählen.

 

  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Immobilieneigentümer unterliegen einer Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen Besucher, Passanten und Mieter vor allen Gefahren schützen, die von der Immobilie ausgehen.

Typische Beispiele hierfür sind
-Ein Passant bricht sich im Winter beim Überqueren des nicht oder nachlässig geräumten Weges einer Immobilie ein Bein.
-Der Mieter wird von einem Dachziegel getroffen, der vom Dach fällt.

Die Versicherung übernimmt die Kosten für Krankenhausaufenthalt, Arztrechnungen und andere Schadensersatzansprüche,

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Notwendige Versicherungen für Vermieter

Auch für Vermieter empfehlen sich einige Versicherungen, die große finanzielle Risiken abdecken.

Notwendige Versicherungen für Vermieter sind daher ebenso die:

 

  • Wohngebäudeversicherung

Schließen Sie diese in jeden Fall für vermietete Einfamilienhäuser oder Mietshäuser ab. Vermietete Eigentumswohnungen sind in der Regel durch die Wohngebäudeversicherung abgesichert, die die Eigentümergemeinschaft abgeschlossen hat.

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  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Diese Versicherung ist nicht nur für Häuslebauer und Wohnungseigentümer wichtig, sondern auch für Vermieter. Denn sie schützt bei Schadensansprüchen von geschädigten Mietern.

Insidertipp

Gemäß § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) können Sie die Kosten für die Versicherung auf die Mieter umlegen, wenn Sie dieses in den Mietvertrag eindeutig geregelt haben. Führen Sie diese Kosten in der Nebenkostenaufstellung für Ihren Mieter in nachvollziehbarer Weise auf. 

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  • Vermieterrechtsschutz

Schönheitsreparaturen, Rückzahlung der Kaution, Wohnung nicht ordnungsgemäß übergeben – Knatsch zwischen Vermieter und Mieter gibt es zuhauf.

Mieter erhalten oft eine günstige Rechtsberatung durch die Mietervereine.

Schließen Sie deshalb eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter ab. Sie erhalten diese als weiteren Baustein zu Ihrer privaten Rechtsschutzversicherung.

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Notwendige Versicherungen für Vorstände und Geschäftsführer

Leitende Angestellte, Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder sollten eine Rechtsschutzversicherung für Manager abschließen.

Der private Arbeitsrechtsschutz greift hier nicht.

Top-Manager müssen aufgrund ihrer verantwortungsvollen Position mehr und weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Da kann umso mehr schiefgehen.

So sind Top-Manager und Geschäftsführer besonders gefährdet, in einen teuren Rechtsfall verwickelt zu werden.

Mit dieser Versicherung können sie einen langen Rechtsstreit durchstehen, ohne aus finanziellen Gründen vorzeitig aufgeben zu müssen.

 

Sinnvolle Versicherungen – welche sind es?

Sinnvolle Versicherungen sind nicht unbedingt notwendig, können allerdings für diverse Lebenssituationen durchaus Sinn machen.

  • Kaskoversicherung

Sinnvolle Versicherungen umfassen für Autobesitzer auch eine Teilkaskoversicherung. Sie tritt bei Schäden an Ihrem Fahrzeug durch Diebstahl, Brand, Sturm oder Hagel ein.

Zusätzlich kann der Versicherungsschutz bei Elementarschäden oder Marderverbiss vereinbart werden. Die Vollkasko-Versicherung tritt auch bei selbstverursachten Schäden und Schäden durch Vandalismus ein.Sie ist jedoch kein Muss aber sinnvoll für neue Fahrzeuge.

 

  • Hausratversicherung

Sinnvolle Versicherungen schließen eine Hausratversicherung ein. Sie tritt bei Schäden Ihrer Einrichtung durch Leitungswasser, Feuer, Diebstahl und Einbruch ein.

Die Hausratversicherung muss nicht teuer sein. Es kommt auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme an, da nur im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme gezahlt wird. Einige Versicherer bieten in ihrer Police den Schutz vor Unterversicherung an.

Haben Sie ein Fahrrad, sollten Sie den Fahrraddiebstahl mitversichern.

Haben Sie ein Garten- oder Ferienhaus, sollte die Hausratversicherung auch für die darin befindliche Einrichtung abgeschlossen werden. Sollte Ihre Wohnung unbewohnbar werden, übernimmt die Hausratversicherung die Kosten für die Renovierung und für Ihre Unterbringung im Hotel.

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  • Private Rechtsschutzversicherung

Weitere sinnvolle Versicherungen für den privaten Bereich umfassen eine private Rechtsschutzversicherung.

Ein Gerichtsverfahren kann teuer werden. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Anwalts- und Prozesskosten. Ist die Gegenseite im Recht, übernimmt sie auch die Gebühren der gegnerischen Seite.

Sie kann bei Nachbarschaftsstreit oder Problemen mit einer Werkstätte eintreten.

Die private Rechtsschutzversicherung lässt sich durch die Bausteine Berufs-, Miet- und Verkehrsrechtsschutz erweitern.

Dadurch können Sie Ihrem Chef die kalte Schulter zeigen, wenn Sie Ärger mit ihm haben oder er mit einer Kündigung droht.

Dasselbe gilt, wenn der Vermieter Sie zu Unrecht dratzt.

Sind Sie der Meinung, wegen einer Geschwindigkeitsübertretung zu Unrecht geblitzt worden zu sein, können Sie ohne finanzielles Risiko Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erheben.

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  • Krankenzusatzversicherung für gesetzlich Krankenversicherte

Sinnvolle Versicherungen beinhalten zudem eine Krankenzusatzversicherung.

Die Auswahl an gesetzlichen Krankenkassen ist riesig. Jedoch werden nicht alle medizinischen Leistungen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, sondern nur Standardbehandlungen.

Bestimmte Leistungen müssen Sie selbst bezahlen oder darauf verzichten.

So haben Kassenpatienten nur einen Anspruch auf

-das nächstgelegene geeignete Vertrags­krankenhaus der Krankenkasse.
-Behandlung durch den diensthabenden Stationsarzt im Krankenhaus
-Unterbringung in einem Mehrbettzimmer
-Basisversorgung bei einem Zahnarzt

Mit einer Krankenzusatzversicherung können Sie die Qualität Ihres Krankenschutzes erhöhen. Sie zahlt für Bereiche, in denen die gesetzliche Krankenkasse überhaupt nicht oder nur wenig bezahlt.

Sinnvolle Krankenzusatzversicherungen sind
-Zahnzusatzversicherung
-Krankenhauszusatzversicherung
-Krankenzusatzversicherungen, die eine Chefarztbehandlung sowie die Unterbringung in einem Einzelzimmer ermöglichen.

Insidertipp

Schließen Sie die Krankenzusatzversicherung möglichst in jungen Jahren ab, in denen Sie gesund sind. Zum einen sind die Beiträge umso günstiger, zum andern die Chancen höher, die Gesundheitsprüfung zu bestehen.

Beachten Sie die Wartezeit.

Sie beträgt meistens drei Monate ab Vertragsschluss. Bei Heilpraktikerleistungen, Psychotherapie oder Zahnersatz kann die Wartezeit mehrere Monate dauern.

 

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  • Krankentagegeldversicherung

Sie greift, wenn der Arbeitgeber nach sechs Wochen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einstellt.

Gesetzliche Krankenkassen zahlen ein Krankengeld bis zu einer bestimmten Höhe, das erheblich unter dem Nettogehalt liegt. Je nach finanziellem Bedarf, macht der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung durchaus Sinn – vor allem bei höheren Gehältern.

Privat Krankenversicherte bekommen kein Krankengeld. Sie sollten ein Krankentagegeld abschließen, das

-sofort gezahlt wird, wenn die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausläuft.
-deren monatliche Ausgaben deckt

 

  • Unfallversicherung

Diese Versicherung zahlt, wenn Sie aufgrund eines Unfalls unerwartet und unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung davontragen.

Dabei wird Unfall als plötzliches Ereignis definiert, das als Stoß, Fall oder Schlag von außen auf den Körper des Versicherten einwirkt.

Die Gesundheitsschädigung muss im direkten Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehen.

D. h. Stürzt der Versicherte aufgrund eines Herzinfarkts verletzt sich dabei, handelt es sich um keinen Unfall.

Die Unfallversicherung zahlt auch nicht bei einem Selbstmord oder einer Selbstverstümmelung, da es in beiden Fällen an einer Unfreiwilligkeit und Plötzlichkeit fehlt.

Erfrierungen und Vergiftungen zählen auch nicht als Unfall, da diese normalerweise nicht plötzlich eintreten bzw. von außen auf den Körper einwirken.

In manchen Tarifen gibt es auch dann Geld, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel im Krafttraining ein Gelenk verrenkt oder sich eine Muskel-oder Bänderzerrung zuzieht.

Insidertipp

Von Ihren Lebensumständen hängt ab, ob Sie eine Unfallversicherung brauchen oder nicht.

Sie können auf die Unfallversicherung verzichten, wenn Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung besitzen. Denn die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht nur bei Unfällen des täglichen sondern auch bei krankheitsbedingter Berufsunfähigkeit.

Die Unfallversicherung macht Sinn bei Rentnern und allen, die aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr bekommen. Sinnvoll ist sie auch für Hausfrauen und bei Kinderunfällen.

Insidertipp

Passen Sie auf, wenn Sie den gesetzlichen Schutz einer Berufsgenossenschaft genießen.

Sie zahlt inzwischen nicht mehr automatisch. Zum Beispiel haben Versicherer bei beruflichen Veranstaltungen und Festen nicht immer einen Berufsunfall anerkannt. Auch die kleinste Abweichung vom direkten Weg zur Arbeit oder vom Nachhauseweg kann Sie den Schutz der Berufsgenossenschaft kosten.

-) zum Unfall-Vergleich

 

  • Auslandsreisekrankenversicherung

Diese macht Sinn, wenn Sie außerhalb der EU verreisen oder sich in einem Land aufhalten, das mit Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen in der Regel bei Reisen innerhalb der EU. Der regionale Geltungsbereich der privaten Krankenversicherung hängt von dem gewählten Tarif ab.

Gleichgültig ob gesetzlich oder privat krankenversichert, sollten Sie bei längeren Auslandsaufenthalten auf jeden Fall eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen

 

Unnötige Versicherungen

Wer im Gespräch mit einem Versicherungsvertreter nicht aufpasst, hat schnell noch ein paar unnötige Versicherungen am Hals.

Unter der Vielzahl der Policen gibt es noch unnötige Versicherungen, da die Risiken zum Teil von anderen Versicherungen abgedeckt sind.

Darüber hinaus sind manche Tarife so eng gefasst, dass die Versicherung im Schadensfall wohl kaum zahlen wird.

So zählen zu den unnötigen Versicherungen:

  • Insassenunfallversicherung. Dies sind oft über die Kfz-Unfallversicherung abgesichert.
  • Reisegepäckversicherung. Zum Teil die Risiken über die Hausratversicherung abgedeckt.
  • Glasversicherung. Je nach Tarif sind Glasschäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Vandalismus über die Hausrat-oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt.
  • Krankenhaustagegeld. Schließen Sie stattdessen eine Krankentagegeldversicherung ab.
  • Versicherungen für die Reparatur von Brillen, Handy bieten oft nur miese Leistungen.

 

Wichtige Versicherungen – was beachten

Wichtige Versicherungen machen nur Sinn, wenn die Deckungssumme ausreichend hoch ist. 

Nichts ist blöder als unterversichert zu sein,  weil man gespart hat.

Das bekommen Sie  bei der Hausratversicherung zu spüren, nachdem bei Ihnen eingebrochen und Ihre Wohnungseinrichtung verwüstet worden ist. Anbieter zahlen weniger wegen Unterversicherung.

Oder Sie bleiben wegen unzureichender Deckungssumme in Haftpflichtfällen auf den Kosten teilweise sitzen. Legen Sie bei der Privaten und Kfz-Haftpflichtversicherung Wert auf hohe Deckungssummen von mindestens 10 Mio. Euro.

 

Wichtige Versicherungen – Fazit

Welche Versicherungen brauche ich?

Allein lebende Singles brauchen andere Versicherungen als kinderlose oder Paare mit Kindern sowie alleinerziehende Elternteile.

So lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, sondern hängt von Ihren individuellen Lebensumständen ab. Abhängig von Ihrer Lebenssituation sollten Sie prüfen, welche Versicherungen Sie brauchen. Nutzen Sie dazu die Tabelle “Alle Versicherungen im Überblick“.

 

Alle Versicherungen im Überblick

SinglesFamilienSpezielle Personen
Wichtige Versicherungen
Kfz-HaftpflichtKfz-HaftpflichtMotorradversicherung
Kfz-VergleichKfz-VergleichMotorradvergleich
Ges.Krankenvers. f. Angestellte
Ges. Krankenvers. f. AngestellteHundehaftpflicht f. Hundehalter
Hundevers.Vergleich
Private Krankenversicherung für alle anderenPrivate Krankenversicherung für alle anderen
PKV-VergleichPKV-Vergleich
Notwendige Versicherungen
Private HaftpflichtPrivate HaftpflichtBauherrenhaftpflicht f. Hauslebauer
Haftpflicht-Vergleich Haftpflicht-Vergleich
Berufsunfähigkeit (BU)Berufsunfähigkeit (BU)Wohngebäude -Vers. f. Haus-+ Wohngsbesitzer
BU-VergleichBU-Vergleich Wohngebäude-Vergleich
Risiko-LebenHaus- und Grundbesitzerhaftpflicht f. Haus- +Wohngsbesitzer +Vermieter
Risiko-LV-VergleichHaus+ Grdbes-Vergleich
KinderunfallRechtsschutz f. Top Manager +Leit.Angestellte
Unfall-Vergleich
Unfall für HausfrauenVermieter-Rechtsschutz f. Vermieter
Unfall-Vergleich
Rechtsschutzvergleich
Sinnvolle Versicherungen
Unfall für Rentner + alle, die keine BU mehr bekommenUnfall für Rentner +alle, die keine BU mehr bekommen
Unfall-Vergleich
Unfall-Vergleich
Teil- oder VollkaskoTeil- oder Vollkasko
HausratHausrat
Hausrat-VergleichHausrat-Vergleich
Privater RechtsschutzFamilien-RechtsschutzBaustein Berufsrechtsschutz f. Arbeitnehmer
Rechtsschutzvergleich
Rechtsschutzvergleich
Rechtsschutzvergleich
Baustein MieterrechtsschutzBaustein MieterrechtsschutzBaustein Verkehrsrechtsschutz f.Autofahrer
Rechtsschutzvergleich
Rechtsschutzvergleich
Rechtsschutzvergleich
Krankentagegeld für privat + ges. KrankenversicherteKrankentagegeld für privat + ges. KrankenversicherteKrankenzusatz für GK-Versicherte
Krankenzusatzvergleich
Auslandsreisekrankenver.Auslandsreisekrankenver.
Unnötige Versicherungen
Insassenunfall
Glasversicherung
Krankenhaustagegeld
Brillen- und Handyversicherung

 

 

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